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Kinderlyrik im Vorschulalter

Kinder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

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Anja Wildemann

Kinderlyrik bewegt sich zwischen den Polen Oralität und Literalität. Dieses Dasein im Dazwischen spiegelt sich auch in den kindlichen Umgangsweisen mit Kinderlyrik wider. Neben einer historisch-hermeneutischen Verortung der Gattung Kinderlyrik wird in diesem Buch dessen Realisierung untersucht. Dabei wird zunächst der Blick auf die Familie als primärer Sozialisationsinstanz gerichtet. Ihre Bedeutung wird im Hinblick auf die Entwicklung von Sprachbewusstheit untersucht. Im Zentrum der Überlegungen stehen schließlich die Leistungen von Vorschulkindern im Umgang mit gereimter Sprache. Ihre sprachlichen Handlungen verweisen auf das Vorhandensein von Phonologischer Bewusstheit und Metasprachlichkeit und markieren damit eine erste Annäherung an Schriftsprachlichkeit. Es wird gezeigt, dass Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, bereits über Wissensstrukturen verfügen, die erste Spuren von Literalität aufweisen.
Aus dem Inhalt: Die Gattung «Kinderlyrik» zwischen den Polen Oralität und Literalität – Medialität und Konzeptionalität von Kinderlyrik – Lyrische Sprache als ein Sprachspiel – Realisierung von Kinderlyrik in Familien – Reimkompetenz und Reimwissen von Kindern im Vorschulalter – Kindliche Reimfähigkeit als Indikator für Phonologische Bewusstheit und Metasprachlichkeit.