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  • Author or Editor: Friedrich Albrecht x
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Bemühungen

Arbeiten zum Werk von Anna Seghers, 1965-2004

Friedrich Albrecht

Der Band dokumentiert eine vierzigjährige wissenschaftliche Bemühung um das Werk von Anna Seghers. Durchgehende Problemstellung der ausgewählten Arbeiten ist die Frage nach der – lange nicht wahrgenommenen – autobiographischen bzw. autoproblematischen Substanz dieser strikt objektiven Prosa. Ihr wird nachgegangen in Einzelbeiträgen, die das Segherssche Geheimnis durch eingehende Analysen ihrer Texte aufzuspüren suchen. Schwerpunkte sind einmal das Frühwerk mit zwei heute weitgehend vergessenen Zeugnissen eines krisenhaften Übergangsprozesses zu kommunistischen Ideen und Idealen, die zugleich Beispiele virtuosen avantgardistischen Erzählens sind. Der größere Teil der Beiträge ist dem Spätwerk (1960-1980) gewidmet, das unter dem Aspekt des Epochenumbruchs von 1989 und auf der Grundlage erweiterter biographischer Einblicke betrachtet wird. Durch die Analyse bisher unbeachteter Erzählungen wie auch durch die Neubewertung anderer Texte der Seghers ergibt sich das von Tragik verdunkelte Bild fortschreitenden Verlusts ihrer sozialen Utopie und des Versiegens jener Hoffnung auf humane Erneuerung, die dieses große Schriftstellerleben getragen hatte. Aufsätze über die Valenz des lateinamerikanischen Komplexes ihres Werkes sowie über die Beziehungen zwischen Christa Wolf und Anna Seghers beschließen den Band.
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Klaus Mann der Mittler

Studien aus vier Jahrzehnten

Friedrich Albrecht

Dieser Band enthält 13 zwischen 1969 und 2008 entstandene Essays, Aufsätze und Werkanalysen zum Schaffen und zur Biographie Klaus Manns. Er wird gewürdigt als Erzähler, Essayist und Publizist, als Verfasser dreier Autobiographien und eines umfangreichen Briefwerkes. Ein Teil dieser Arbeiten ist vor 1990 entstanden und diente, die Editionen des Aufbau-Verlags, Berlin (Ost), begleitend, dem Ziel, dem Leser in der DDR Klaus Manns Werk zu erschließen. In einer gesonderten Studie werden, gestützt auf bisher noch nicht ausgewertete Archivmaterialien, die besonderen Bedingungen für die Rezeption Klaus Manns in der DDR dargelegt. Ein Schwerpunkt des Bandes sind die antifaschistischen Aktivitäten Manns im Exil, die unter Verwendung bislang unbekannter Briefe u.a. an Johannes R. Becher, die Redaktion der Moskauer Literaturzeitschrift «Das Wort» und Fritz H. Landshoff in einem neuen Licht erscheinen. Hier und in einem speziellen Essay wird sein Mittlertum in den politischen und literarischen Kontroversen der Zeit wie auch in seinem persönlichen Umfeld als markante Eigenschaft hervorgehoben. Mehrere Studien sind der Situation Klaus Manns nach dem 2. Weltkrieg gewidmet. Sie nehmen Stellung zu der Streitfrage, ob er als «Opfer der Zeit» (Thomas Mann) starb und am Kalten Krieg (Hans Mayer) zugrunde ging oder lediglich im Kalten Krieg (Marcel Reich-Ranicki). In diese Erörterungen einbezogen werden seine späte Essayistik, vor allem «Die Heimsuchung des europäischen Geistes», sein Romanfragment «The Last Day» und gescheiterte Projekte wie die Herausgabe der internationalen Zeitschrift «Synthesis» oder einer Anthologie der Exilliteratur.
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Streiflichter

Deutsche Literatur und Publizistik zwischen Kaiserreich und sechziger Jahren

Series:

Friedrich Albrecht

In den hier zusammengestellten 17 Aufsätzen zu Literatur und Publizistik spiegeln sich die kritischen Phasen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert auf vielfältige Weise: der Großmachtchauvinismus des deutschen Kaiserreichs und speziell Wilhelms II., die vier Jahre Völkermord im 1. Weltkrieg, die verratene Revolution von 1918/19, die dem Untergang zutreibende Weimarer Republik, die barbarischen Zustände im Dritten Reich Hitlers und schließlich die Spannungen nach 1945 im Kalten Krieg. Dargestellt werden diese Probleme anhand des Schaffens hoch begabter deutscher Dichter und Publizisten, die heute kaum noch bekannt sind.
Wer erinnert sich noch an den genialen, mit 24 Jahren verstorbenen Dichter Georg Heym, wer an die streitbaren Publizisten Maximilian Harden und Wilhelm Herzog, wer an den mit 25 Jahren im Rhein ertrunkenen Romancier Rudolf Braune, wer an Willi Bredel, dessen Roman über sein Martyrium im KZ Fuhlsbüttel seinerzeit in 17 Sprachen übersetzt wurde? Neue Arbeiten über Anna Seghers beschließen den Band. Die letzte von ihnen ist ein Essay, der unter dem Titel «Anschreiben gegen das Vergessen» ein Grundmotiv ihres gesamten Schaffens verfolgt.