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  • Author or Editor: Günther Ebersold x
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Rokoko, Reform und Revolution

Ein politisches Lebensbild des Kurfürsten Karl Theodor

Günther Ebersold

Am Silvesterabend des Jahres 1742 trat der achtzehnjährige Karl Theodor die Herrschaft über die Pfalz an, den «Garten Deutschlands». Voll brennenden Ehrgeizes träumte der junge Kurfürst von Königs- und Kaiserwürden. Sein Ziel wollte er über die Kunst erreichen. Seine Residenz Mannheim verwandelte er in eine Heimstatt der Musen, in ein pfälzisches Florenz oder Athen am Neckar. Am Silvesterabend des Jahres 1777 fiel ihm Bayern zu, so dass er nunmehr der dritt- mächtigste Reichsfürst war. Aber schnell verscherzte er sich die Sympathien der Bayern durch seine Tauschversuche, die ihn der Er- füllung seines Wunsches nach einem Königreich Burgund nahebrachten. In der Revolutionszeit zerbröckelte mit dem Besitz sein Traum von Grösse.
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Günther Ebersold

Storms Kampf gegen die Abstempelung als Heimatdichter war kein grosser Erfolg beschieden. Auch nach seinem Tode gilt sein Werk als Idylle. Erst nach 1945 werden sein politisches Engagement und seine Kritik an der eigenen Zeit «entdeckt». 1848 vom Dänenfreund zum deutschen Nationalisten geläutert, kann er seine demokratischen Ueberzeugungen mit dem herrschenden obrigkeitsstaatlichen Denken nicht in Einklang bringen. Nach 1870 erlischt sein politisches Interesse und macht einer Gesellschaftskritik Platz, die sich gegen Adel und Kirche richtet. Das Bürgertum wird als Idealstand verherrlicht. Unter dem Eindruck neuer Ideen verwandelt sich aber auch diese Sympathie in Abscheu vor der Raubtiergesellschaft im preussisch-deutschen Vaterland.
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Mündigkeit

Zur Geschichte eines Begriffs

Günther Ebersold

Der Mündigkeitsbegriff löste sich in der Reformationszeit aus der Sphäre des Rechts und fand auch im anthropologischen Sinn Verwendung. Durch Kant erhielt Mündigkeit programmatischen Charakter. Als politische Mündigkeit war sie zwischen Französischer und Deutscher Revolution ein Leitwort im Lager des Liberalismus und der Demokratie. Mit dem Sieg der Reaktion erlosch das Interesse an Mündigkeit. Die Wiederentdeckung des Begriffs nach dem Zweiten Weltkrieg verband sich mit der offiziellen Anerkennung als oberstem Erziehungsziel. Mündiger Mensch und mündiger Staatsbürger wurden zu Leitbildern innerhalb der jungen Demokratie. Der Einbruch in das Bewußtsein breiterer Volksschichten erfolgte aber erst mit der «Kulturrevolution», die seit 1968 die Bundesrepublik erschütterte. «Mündigkeit» war sowohl Legitimation als auch Ziel des Marsches in die Gesellschaftsveränderung.
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Wildenberg und Munsalvaesche

Auf den Spuren eines Symbols

Günther Ebersold

Die Versuche der Forschung, Wildenburg und Gralburg zu lokalisieren, lieferten in den vergangenen 180 Jahren meist widersprüchliche Ergebnisse. Erst Bartschs Übersetzung Munsalvaesches mit Wildenberg statt Heilsberg machte den Weg frei für das Hypothesengebäude Albert Schreibers. Seine souveräne Entscheidung, dass mit Wildenberg im Odenwald die Burg des Gastgebers gemeint war, die Wolfram von Eschenbach als Gralburgvorbild diente, fand fast uneingeschränkte Zustimmung. Obwohl das vorliegende Buch eine Bestandsaufnahme sein will, wagt der Verfasser am Ende ein Fazit: Wolfram schöpft seine Beschreibung des heiligen Berges aus der zeitgenössischen Paradiesliteratur.
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Günther Ebersold

Immer wieder wurde von den verschiedenen Lehensträgern zwischen 1504 und 1806 der Versuch unternommen, die kurpfälzische Herrschaft Zwingenberg am Neckar in den Rang eines Staates zu erheben. Mitten im Dreißigjährigen Krieg gelang dies Eberhard Göler von Ravensburg für nicht einmal zwei Jahre. In der Ära der Französischen Revolution und Napoleons scheiterte Fürst Karl August von Bretzenheim, der uneheliche Sohn des Kurfürsten Karl Theodor, mit seinem nunmehr anachronistischen Unternehmen an der Ungunst der Verhältnisse. Die Arbeit beruht weitgehend auf bislang unausgewerteten Quellen und zeigt das Geschehen im Rahmen eines Konflikts, in den Kurpfalz, Kaiser und Reich hineingezogen wurden.