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Gottesbilder in höfischen Mären des Hochmittelalters

Höfische Paradoxie und religiöse Kontingenzbewältigung durch die Grammatik des christlichen Glaubens

Silvan Wagner

Obwohl höfische Mären oftmals als gleichsam säkulare Texte betrachtet wurden, verhandeln sie doch regelmäßig religiöse Inhalte und Strukturen. Sie entfalten dabei religiöse Entwürfe und Gottesbilder im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation, die als Niederschlag einer höfischen Laientheologie verstanden werden können. Der funktionale Religionsbegriff Niklas Luhmanns und der grammatikalische Theologiebegriff George Lindbecks bilden dabei das methodische Instrumentarium. Mit diesem können sowohl religiöse Strukturen als auch Inhalte in den Blick genommen werden, ohne die höfische Laientheologie den großen kirchlichen Strömungen unterzuordnen. In Einzeluntersuchungen von zehn höfischen Mären des 13. Jahrhunderts werden laientheologische Grundzüge, höfische Gottesbilder und auch die Rolle von Erzählung und Erzähler in diesem Zusammenhang exemplarisch herausgearbeitet.
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Edited by Silvan Wagner

Mären sind schon längst nicht mehr ein Stiefkind der Forschung. Dennoch geben ihre Widersprüchlichkeiten, moralische Devianz und interpretative Offenheit immer noch Rätsel auf. Dieser Sammelband setzt gerade an den Spannungen der Märendichtung an und versucht auf dieser Basis, ihre literarische Funktion systematisch zu bestimmen. Dabei fungiert der Begriff der Grenze als gemeinsamer Fokus der einzelnen Beiträge: Mären operieren gezielt an den Grenzen höfischer und städtischer Literatur, sie überschreiten diese und machen sie damit erst sichtbar. Die Beiträge stellen Märendichtung exemplarisch an Erzählungen des 13. und 15. Jahrhunderts als vielschichtiges Grenzphänomen vor, das Prozesse der Sinnerzeugung kritisch beleuchtet.

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Interpassives Mittelalter?

Interpassivität in mediävistischer Diskussion

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Edited by Silvan Wagner

In diesem Band wird zum ersten Mal innerhalb der Mediävistik versucht, das vom Konzept des performative turn geprägte Bild vom interaktiven Mittelalter zu hinterfragen. Ausgangspunkt ist Robert Pfallers Entwurf eines interpassiven Aktionsmodus: Das Mittelalter wird hierbei eben nicht als interaktive Kultur gesehen, die politisch, religiös und literarisch von performativ-interaktiven Gruppenphänomenen gekennzeichnet ist. Vielmehr können Menschen, statt selbst zu agieren, Interaktion offenbar auch an andere delegieren, haben dabei aber dennoch in gewisser Weise Teil an dieser Interaktion. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Germanistik, Geschichtswissenschaft und Theologie untersuchen in den Beiträgen dieses Bandes, welche Konsequenzen sich daraus für das Bild vom interaktiven Mittelalter ergeben. Sie spiegeln die Ergebnisse einer interdisziplinären Fachtagung zum Thema «Interpassivität und Mediävistik» wider.